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Meinungen Christian Trutschel zur neuen Klinik für Lungenheilkunde
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09:22 06.01.2020
Von Christian Trutschel
Christian Trutschel Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Es kommt nicht häufig vor, dass ein Krankenhaus, zumal ein schon breit aufgestelltes, mal eben eine neue 28-Betten-Station eröffnet. Es kommt auch nicht häufig vor, dass dafür ein ganzes Ärzteteam dem Maximalversorger UKSH, Platzhirsch in Schleswig-Holstein und zweitgrößtes Uniklinikum in Deutschland, tschüs sagt.

Noch seltener kommt es vor, dass gestandene Ärzte am Zielkrankenhaus, in diesem Fall: dem Städtischen in Kiel, alle ihre Eitelkeiten hintanstellen, um die Aufnahme der Neuen zu befördern. Und sehr besonders ist, dass über deren Chef andere Ärzte in Kiel und Umgebung des Lobes so voll sind. Hat das Städtische also alles richtig gemacht? Scheint so. Zeigen wird es sich schon in diesem Jahr. Wie man hört, fiel die Entscheidung im Städtischen keineswegs leicht, sondern erst nach multipler Überzeugungsarbeit und langwierigen Gesprächen, bei denen es um das Ob und Wie, nicht um Gehälter gegangen sein soll, bevor der Geschäftsführer grünes Licht gab.

Lungenerkrankungen nehmen zu. Patienten werden eine ordentliche Klinik mit spezialisiertem Therapeuten- und Pflegeteam einem bloßen „Schwerpunkt“ einer Klinik für Innere Medizin vorziehen; und erst recht der Aussicht vorziehen, sogar bei geplanten Aufenthalten auf dem Flur zu liegen, weil der Maximalversorger kurzfristig Platz für Notfälle braucht. Für Lungen-Patienten in Kiel und der Region hat das Städtische offenkundig eine gute Entscheidung getroffen. Wohl denen, die den Mut dazu hatten.

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