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Meinungen Daniela Vates zum CDU-Vorsitz
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21:45 05.12.2018
Daniela Vates ist Berlin-Korrespondentin des RedaktionsNetzwerks Deutschland. Quelle: Hans Richard Edinger
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Berlin

Schäuble steht Merz nun mal näher als Annegret Kramp-Karrenbauer und hat hinter den Kulissen bereits dessen Kandidatur angeschoben. Interessant ist der Schritt dennoch: Schäuble hat für einen Moment seinen zu parteipolitischer Neutralität verpflichtenden Posten als Bundestagspräsident verlassen und ist in seine alte Rolle als Strippenzieher geschlüpft.

Ob Schäubles Auftritt die von ihm erhoffte Wirkung hat, ist fraglich: Sein Name steht in einer Reihe mit Roland Koch, Franz Josef Jung, Günther Oettinger. Es ist eine CDU der Ehemaligen, die da antritt, um einen der ihren nochmal nach oben zu hieven. Es schwingt das Versprechen der Rückkehr zu alten Zeiten mit. Und es wirkt wie eine Abrechnung mit Angela Merkel, von der sich – Zufall oder eben nicht – ausgerechnet diese Männerriege aus dem Feld geschlagen fühlt. Rachegefühle sind allerdings keine Wahlempfehlung. Es kann dennoch sein, dass die laute Merz-Kampagne Kramp-Karrenbauer die entscheidenden Punkte kostet.

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Zu einem hat sich Schäuble allerdings mit seiner Positionierung verpflichtet: Es wird auch an ihm sein zu verhindern, dass die CDU nach der Wahl auseinanderbricht. Vor allem das Merz-Lager gilt als anfällig für die Rolle des schlechten Verlierers. Schäuble darf dann nicht schweigen, dann nun wirklich nicht.

Von Daniela Vates

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