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Meinungen Florian Hanauer zum Bahnunglück
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06:48 09.05.2019
Von Florian Hanauer
Florian Hanauer ist Nachrichtenchef der Kieler Nachrichten. Quelle: Uwe Paesler
Kiel

Bei aller Zurückhaltung muss die Frage nach der Gefährlichkeit von Bahnübergängen gestellt werden. Deshalb lässt die Bahn nur auf Strecken ohne Übergänge die Züge schneller als 160 Stundenkilometer fahren. Auf wichtigen Fernstrecken, von Hamburg nach Berlin oder Bremen etwa, sind die Übergänge längst entfernt worden.

Doch ein Zug muss nicht erst schneller als 160 km/h fahren, um an einem Übergang schwer beschädigt zu werden. In Alt Duvenstedt war der Regionalexpress mit 130 km/h unterwegs. Dabei handelt es sich nicht um eine Nebenstrecke, sondern um die Hauptverbindung von Deutschland nach Dänemark.

Die Unfallstatistik spricht Bände

Diese Fragen müssen sich Bahn und Verkehrsministerium gefallen lassen: Wieso gibt es an dieser wichtigen Strecke überhaupt noch Bahnübergänge? Oder wird an Alternativen gearbeitet, etwa an moderner Technik, die Warnmeldungen an den Zug abgibt, wenn der Übergang nicht frei ist? Mit Technik aus den 1950er Jahren sollten schnelle Personenzüge nicht gesichert werden.

Laut Statistik lag Deutschland im Jahr 2017 mit 346 Bahnunfällen in Europa an der Spitze, weit vor Frankreich mit 153 zum Beispiel. Bei dem Unglück in Alt Duvenstedt ist man nur knapp an einer Katastrophe mit Todesfolgen vorbeigeschrammt. Das mahnt uns, dass dringender Handlungsbedarf besteht.

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