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Meinungen Florian Hanauer zur Abstandsregelung
Mehr Meinungen Florian Hanauer zur Abstandsregelung
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11:45 16.11.2019
Von Florian Hanauer
Florian Hanauer ist Chef vom Dienst bei den Kieler Nachrichten. Quelle: pae
Kiel

Sie alle haben Interesse am Ausbau der Windkraftflächen, aus wirtschaftlichen Gründen, aber auch für das Gelingen der Energiewende. Allerdings: Der 1000-Meter-Abstand steht im Entwurf, weil die Union im Bund um die Akzeptanzprobleme der Windkraft weiß. Und auch im „Windland“ Schleswig-Holstein ist längst nicht jeder überzeugt. Hand aufs Herz: Wenn bei Ihnen vor der Haustür gebaut werden sollte und der Grundstückswert ins Trudeln gerät, wären Sie kaum begeistert.

Trotzdem ist die Jamaika-Koalition im Land bemüht, Einigkeit zu demonstrieren. Die CDU läuft dabei Gefahr, einen Teil ihrer Wählerschaft zu verärgern, hatte sie doch im Wahlkampf noch kräftig mit großen Abstandsregelungen getrommelt. Im Frühjahr 2016 etwa wollte sie die Abstände noch auf 1200 Meter heraufsetzen. Gleichzeitig schießt sie jetzt gegen ihren Wirtschaftsminister in Berlin.

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Immerhin kann es für eine verlässliche Planung sorgen, wenn Schleswig-Holstein die Optionsklausel zieht und die Abstände im Land verringert. Damit kommt der Norden bei der Windkraft voran, mutet den Bürgern aber wesentlich mehr Standorte zu als der Süden. Das zeigt: Der schwammige Gesetzentwurf ist ein fauler Kompromiss, mit dem sich Wirtschaftsminister Peter Altmaier aus dem Staub macht. So nimmt man die Bevölkerung bei einem emotionalen Thema politisch nicht mit.

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