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Meinungen Florian Hanauer zum HSH-Nordbank-Verkauf
Mehr Meinungen Florian Hanauer zum HSH-Nordbank-Verkauf
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21:39 26.04.2018
Von Florian Hanauer
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Die neue Bank soll nun nach Ermisch Worten „mittelgroß“, kapitalstark, risikoarm und was einem sonst noch für positive Adjektive zu einer Bank einfallen, werden. Das ist dem Rest der HSH Nordbank auch zu wünschen. Ganz geklärt ist die Zukunft aber noch nicht, schließlich ist noch offen, wie der Übergang in die Einlagensicherung der privaten Banken gestaltet werden soll.

Dass der Standort Kiel voll erhalten bleiben würde, hat niemand mehr erwartet. Umso überraschender war es, dass Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) eine Bandbreite von 200 bis 600 Arbeitsplätzen, die bestehen bleiben sollte, nannte. Ermisch war da nüchterner: Der Bank-Vorstand sprach davon, man werde den Standort „nicht komplett aufgeben“. Man mag dies für den Standort Kiel bedauern. Man darf aber nicht vergessen, dass es zu diesem Verkauf keine Alternative als die Abwicklung gegeben hätte. Ein Institut unter staatlichem Einfluss, das eine Standortgarantie erhält, hätte es nicht geben dürfen, auch nicht mit subventionierten Arbeitsplätzen. Die Nordbank hat so schon aberwitzig viele Steuermilliarden verschlungen.

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