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Meinungen Frank Behling zu den maroden NOK-Fähren
Mehr Meinungen Frank Behling zu den maroden NOK-Fähren
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09:48 07.11.2019
Von Frank Behling
Frank Behling kommentiert die überalterten Fähren am Nord-Ostsee-Kanal. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

57 Dienstjahre hat die jüngste Fähre auf dem Nord-Ostsee-Kanal auf dem Buckel. Die Arbeitstiere der Schifffahrtsverwaltung waren lange Zeit eher belächelt worden. Seit aber die Rader Hochbrücke zu einem Dauerpatienten wurde und der Rendsburger Kanaltunnel durch Sperrungen und Staus für Frust sorgt, sind die Fähren plötzlich wieder in den Fokus gerückt.

Nord-Ostsee-Kanal: Nur neue Fähren können Staus verhindern

Aus gutem Grund: Eine Fähre ist die schnellste und unkomplizierteste Art, den Kanal zu queren. Während der Neubau einer Hochbrücke oder die Sanierung eines Tunnels bis zu zehn Jahre dauert, lassen sich 30 Meter lange Kanalfähren in einem Jahr fertigen. Die Entscheidung zum Bau von drei neuen Fähren war deshalb 2018 ein Schritt in die richtige Richtung.

Er war nur zu sparsam ausgelegt. Da bereits die gesamte Flotte in die Jahre gekommen ist, wäre ein schneller Ersatz erforderlich. Die jüngsten Ausfälle machen es deutlich: Mit gerade mal zwei Reservefähren für zwölf Fährstellen kommt das Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt trotz aller Anstrengungen schnell an seine Grenzen.

Sollte es zu noch größeren Behinderungen auf der Rader Hochbrücke kommen, wären an den Fährstellen Breiholz, Sehestedt und Audorf gerade im Sommer dringend mehr Fähren notwendig, um lange Staus zu vermeiden. Mit einem Investitionsvolumen von knapp sieben Millionen Euro sind die Kosten für eine Fähre der neuen Generation angesichts der Summen, die für andere Infrastrukturprojekte im Land aufgerufen werden, wirklich überschaubar. 

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