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Meinungen Frank Behling zur "Gorch Fock"
Mehr Meinungen Frank Behling zur "Gorch Fock"
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21:49 20.12.2018
Von Frank Behling
Frank Behling kommentiert das Krisengespräch zur "Gorch Fock". Quelle: Ulf Dahl
Kiel

"Seefahrt ist not!" schrieb Dichter Johann Kienau, der als Gorch Fock weltbekannt ist. Wer als Offizier auf seinem Karriereweg in Richtung Kampfschiff über die Wanten eines Segelschiffes geklettert ist, der beherrscht sein Handwerk. Genau dafür ist die Grundausbildung auf einem Segler für Marineoffiziere die allerbeste Basis. Aber nicht um jeden Preis. Im Fall "Gorch Fock" wurde die rote Linie längst überschritten. Eine derartige Kostenexplosion ist dem Steuerzahler nicht vermittelbar. Hinzu kommt die Tatsache, dass die Bark seit nunmehr acht Jahren für Negativschlagzeilen sorgt. Statt das Image aufzupolieren, ging die Marine beim Thema Öffentlichkeitsarbeit auf Tauchstation. Nicht mal ein halbes Dutzend Pressemitteilungen hat die Marine seit dem Eindocken zu ihrem Schiff veröffentlicht.

Einzig der Kommandant kämpfte mit Leidenschaft und Begeisterung für sein zerlegtes Schiff. Dafür prasselten in steter Folge immer neue Hiobsbotschaften auf die "Gorch Fock" ein. Die Korruptions-Vorwürfe sind nur der aktuelle Höhepunkt. Die Folge: Mit der Angabe "Gorch Fock" als Dienstort lösen junge Soldaten inzwischen Hohn, Spott und mitleidige Blicke aus. Deshalb ist es höchste Zeit für eine Trendwende.

Die Ministerin kann zeigen, ob sie die oft zitierte Trendwende auch ernst meint. Nur sie kann der Marine zeitnah ein neues Schiff zu marktüblichen Bedingungen beschaffen lassen. Wie gesagt, es geht hier um einen ganz einfachen Dreimaster und nicht um ein Hightech-U-Boot.

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