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Meinungen Frank Behling zur TKMS-Investition
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21:41 04.11.2019
Von Frank Behling
Frank Behling kommentiert die Zukunftspläne von TKMS in Kiel. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Nur mit Kreuzfahrern und Kriegsschiffen lassen sich in Deutschland auf Jahre hinaus Arbeitsplätze auf den Werften sichern. Angesichts der weltweit steigenden Nachfrage nach U-Booten ist der Umbau der Kieler Werft TKMS zur modernsten Marinewerft Europas jetzt ein starkes Signal. In Papenburg und Rostock haben die Werften es vorgemacht, nun folgt TKMS.

Es war aber auch überfällig: Gerade erst ging ein 30-Milliarden-Euro-Auftrag über zwölf U-Boote für Australien an den französischen Werftkonzern Naval Group. Ein Grund: Die Kieler Werft TKMS konnte bislang keine großen Angriffs-U-Boote für Einsatzszenarien in den Ozeanen vorweisen.

Der Bau von Rüstungsgütern für den Export bleibt in Deutschland aber weiterhin ein schwieriges Geschäftsfeld. Damit deutsche Schiffbauer in Zukunft mehr Planungssicherheit haben, müssen die europäischen Länder gleiche Maßstäbe anlegen. Bei den Themen Türkei und Saudi-Arabien zeigt sich gerade, wie unterschiedlich hier gemessen wird. Selbst zwischen Frankreich und Deutschland liegen große Unterschiede. So liefern französische Werften weiter Marineboote an Saudi-Arabien, während in Wolgast auf der Lürssen Werft fertige Boote seit einem Jahr nicht mehr ausgeliefert werden dürfen.

Damit die 250 Millionen Euro in den Ausbau der Anlagen bei TKMS in Kiel nicht in den Sand gesetzt werden, ist die Schaffung einheitlicher europäische Exportrichtlinien für die Schiffbauer in Deutschland in den kommenden Jahre besonders wichtig.

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Christian Hiersemenzel 04.11.2019

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Ulrich Metschies 04.11.2019

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Ruth Bender 03.11.2019