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Meinungen Frank Behling zur Versandung in Kiel
Mehr Meinungen Frank Behling zur Versandung in Kiel
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07:01 19.05.2018
Von Frank Behling
Frank Behling Quelle: Ulf Dahl
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Kiel

Die Versandungen des Fähranlegers in Kiel-Schilksee sowie des Leuchtturmanlegers in Kiel-Friedrichsort sind insofern natürliche Vorkommnisse. Genauso natürlich sollte es sein, sie schnell und ohne großen bürokratischen Aufwand wieder zu entfernen.

In den EU-Nachbarstaaten Polen, Dänemark und den Niederlanden sind Ausbaggerungen zum Unterhalt der Hafenanleger ohne große Genehmigungsverfahren jederzeit möglich. Erst der Ausbau einer Anlage muss sich dort einer Umweltverträglichkeitsprüfung unterziehen. In Schilksee handelt es sich aber nur um eine verhältnismäßig kleine Aktion.

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1000 oder vielleicht 2000 Kubikmeter Seesand müssen weg. Dennoch droht aufgrund der komplexen Gesetzeslage in Schleswig-Holstein ein langwieriger Prüfungsverfahren inklusive einer Umweltverträglichkeitsprüfung mit einem wie immer offenen Ausgang. Und das in der Hochsaison der Fördeschiffe, die ein wichtiger Bestandteil des ÖPNV in Kiel sind.

Am Ende könnte genau dieses bürokratische Vorgehen dazu führen, dass der Fährverkehr noch unattraktiver wird und die Menschen für die Fahrt nach Schilksee wieder das Auto nehmen.

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