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Meinungen Gerrit Sponholz zum A20-Bau
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18:32 09.05.2019
Von Gerrit Sponholz
Gerrit Sponholz Quelle: Kieler Nachrichten
Bad Segeberg

Warnungen von Experten hatten sie in den Wind geschlagen. Vor dem Bundesverwaltungsgericht flogen sie folglich wegen etlicher Fehler in den Planungen auf die Nase. Die Fehler müssen nun mühsam korrigiert werden.

Dass es lange dauern wird, bis Autos auf der A20 zwischen Bad Segeberg und der Elbe fahren werden, ist logisch. Die Bad Segeberger müssen sich gedulden, bis ihre Ortsdurchfahrt entlastet wird. Ob sie mit einer A20 aber besser dastehen, ist fraglich. Der Verkehr wird dann an der Südstadt vorbeirauschen. Ein Problem wird verschoben, nicht gelöst.

Richtig war, dass das Land die Planung vor gut einem Jahr den Profis des Bund-Länder-Unternehmens Deges übertragen hat. Es verfügt über mehr Fachpersonal und viel Erfahrung – auch mit einem Autobahnbau, der durch Fledermaus-Gebiet führt. Die Deges hat, wenn der Eindruck nicht täuscht, die Probleme an den Wurzeln gepackt und versucht, sie umfassend zu lösen. Sie liegen vor allem in Umweltaspekten. Die Naturschutzverbände dürften allerdings irritiert sein, wenn sie zu einem gerade erst beginnenden Fledermausdialog eingeladen werden, die A20-Planung aber schon in den Endzügen liegt.

Die nächste Klage kommt bestimmt. Am Ende entscheiden dann wohl nicht die Planer über die A20, sondern die Richter.

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