Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Meinungen Hamburgs Gesamtkunstwerk
Mehr Meinungen Hamburgs Gesamtkunstwerk
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
07:00 12.01.2017
Von Konrad Bockemühl
Quelle: Ulf Dahl

Im Konzept Yasuhisa Toyotas ist offenkundig nichts unmöglich gewesen. Auch das ist ein solider Sockel für die Elbphilharmonie. Ob sich der grandiose Konzertsaal wie angestrebt als einer der zehn besten Säle der Welt etablieren oder gar der beste wird, wie Hamburgs Generalmusikdirektor Kent Nagano bereits schwärmt, das muss sich noch erweisen. In so ein Urteil fließt viel Subjektivität ein. Und es gibt auch gar nicht so viele, die diese Frage wirklich beurteilen können. Unstrittig ist, dass Hamburgs Elbphilharmonie unter weltweit herausragenden Orten der Musik neue Zeichen setzen kann.

Sie wird Wellen schlagen. Als fantastischer Konzertsaal und als einzigartige Architektur mit Wahrzeichen-Potenzial – in dieser gelungenen Synthese als Kulturort, der auch auf lange Sicht weithin Beachtung findet und sich weitestmöglich für alle öffnet. So wie es von den Architekten sinnreich konstruiert und vom Intendanten erfahrbar konzipiert ist. Dann ist noch ein übergeordnetes Ziel erreicht: Die Elbphilharmonie kann der Musikkultur im Ganzen belebende Impulse geben. Und dann wird auch akzeptiert sein, dass kühne Visionen im Werden ihren Preis haben, im Ziel aber unendlich wertvoll sein können. Dass der Preis in Hamburg zunächst durch fehlende Planungstiefe und dann zeitraubende Planungsfehler außer Kontrolle geraten ist, steht auf einem anderen Blatt. Doch nicht erst absehbar, sondern schon heute unübersehbar ist, dass die Hanseaten stolz sind auf ihr neues Tor zur (Musik-)Welt und damit beste Voraussetzungen für einen Imagewandel von der leicht ergrauten Kaufmannstadt zur strahlenden Musikmetropole gegeben sind. Die Kulturstadt Hamburg wird stetig aufgewertet und hält als adäquates Umfeld für seine neue Ikone auch noch ein Unesco-Weltkulturerbe bereit.

Nun wird der Erfolg, auch bei bester Akustik und kühnster Optik, kein Selbstgänger werden. Zwei hochwertige Konzertsäle, die Laeiszhalle gibt es ja weiterhin, gilt es an der Elbe erfolgreich zu bespielen. Die Anziehungskraft für internationale Musikgrößen muss über den ersten Hype hinaus erhalten, das Interesse des Publikums stetig befördert werden. Und die Preise dürfen dabei nicht ausufern. Das ist eine Herausforderung auch über den Tag hinaus, an dem die finanziellen Schattenseiten des leuchtenden Projektes längst vergessen sind. Es gab genug Zeit zu üben. Das Team um Generalintendant Christoph Lieben-Seutter hat sie auch als Ideenwerkstatt für neue Konzertformate genutzt – zu überprüfen im Programmbuch. Und wir erleben dieser Tage, was innovatives Marketing alles bewirken kann – worüber spricht man denn sonst in Hamburg? Auch in Kiel gibt es gute Gründe, aufzuhorchen.

Jetzt soll es wieder Jürgen Weber richten und Spitzenmann des selbstbewussten SPD-Kreisverbandes bleiben. Dabei hagelte es vor nicht langer Zeit in den eigenen Reihen heftige Kritik am Vorstand, weil er sich nicht stärker eingemischt hatte, als sich der Bewerber-Ansturm für ein Bundestagsmandat abzeichnete.

Martina Drexler 12.01.2017

Es ist heikel, was Schleswig-Holsteins rot-grün-blaue Landesregierung mit ihrer Asylpolitik veranstaltet. Erst stampfte sie die Abschiebehafteinrichtung in Rendsburg ein, weil abgelehnte Asylbewerber richtigerweise nicht kriminalisiert werden sollen.

Christian Hiersemenzel 12.01.2017

Kaum hat Finanzministerin Monika Heinold ihren sensationellen Haushaltsabschluss auf den Tisch gepackt, gibt es im Landeshaus neue Begehrlichkeiten.

Christian Hiersemenzel 11.01.2017