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Meinungen Heike Stüben zum Cannabis Anbau
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10:00 16.04.2019
Von Heike Stüben
Foto: Heike Stüben
Heike Stüben ist SH-Redakteurin der Kieler Nachrichten Quelle: Ulf Dahl
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Doch abgehakt ist das Thema damit noch nicht. Denn es muss bezweifelt werden, ob die Lieferengpässe damit erledigt sind.

Seit der neuen Gesetzeslage steigt die Nachfrage stetig. Offenbar schwinden die Vorbehalte gegenüber den Cannabis-Substanzen CBD und THC, nachdem Erfolge bei der Bekämpfung von Schmerzen beziehungsweise von Appetitlosigkeit bei Krebspatienten nachgewiesen werden konnten. In Zukunft muss wohl damit gerechnet werden, dass die Nachfrage weiter steigt. Schon jetzt gehen Experten aber davon aus, dass die genehmigten 2600 Kilogramm pro Jahr nicht ausreichen werden, um alle Patienten zu versorgen. Deutschland wird also weiterhin von Importen des Medizinalhanfes abhängig sein. Deshalb sollte über weitere Lizenzvergaben nachgedacht werden.

Denn die deutsche Produktion macht nicht nur aus Sicherheitsgründen Sinn. Sie wird aller Voraussicht nach auch den Preis in der Apotheke sinken lassen, weil die relativ hohen Importkosten wegfallen. Denn fest steht auch: Viele Patienten bekommen zwar ein Rezept ausgestellt, müssen die Blüten oder andere Cannabis-Produkte aber selbst bezahlen, weil die Kassen die Kosten nicht übernehmen.

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