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Meinungen Jan v. Schmidt-Phiseldeck zu Einrichtungshäusern
Mehr Meinungen Jan v. Schmidt-Phiseldeck zu Einrichtungshäusern
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08:02 14.04.2018
Von Jan von Schmidt-Phiseldeck
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Dafür gibt es zwei Gründe: Zum einem dominieren durch Übernahmen und Verdrängung immer mehr Möbelriesen den deutschen Markt, zum anderen schrumpft – ebenfalls bedingt durch Übernahmen – die Zahl der Möbelproduzenten. Was bleibt, ist Einheitsbrei, präsentiert zunehmend in „Einkaufspalästen“ von derzeit bis zu 85000 Quadratmetern Einkaufsfläche.

Sicherlich wird es genügend Kunden geben, die ein ganztägiges klimatisiertes Einkaufserlebnis mit kilometerlangen Fußmärschen zu schätzen wissen. Viele andere lassen sich davon abschrecken: Das zeigt die zunehmende Zahl der Onlinekäufer. Noch liegt der Handelsumsatz zwar nur bei rund acht Prozent des Gesamtkuchens, könnte aber nach Meinung von Experten in kurzer Zeit auf 15 Prozent und mehr hochschnellen. Und wurden früher eher Kleinteile im Internet bestellt, sind es jetzt bereits komplette Küchen oder Wohnlandschaften.

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Dies könnte laut Handelsinstitut ECC bis zu ein Drittel der Möbel- und Einrichtungsgeschäfte gefährden – insbesondere jene, die sich weder eine ausgefeilte Mehrkanal-Vertriebsstrategie leisten noch über ein Angebot verfügen, das sich von der Masse absetzt. Gerade hier liegt aber der Schlüssel: Wer den Spagat schafft und gleichzeitig mit Qualität und Service Kundschaft bindet, der wird auch gegen die Möbelriesen bestehen.

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