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Meinungen Jan von Schmidt-Phiseldeck zu Robert Habeck
Mehr Meinungen Jan von Schmidt-Phiseldeck zu Robert Habeck
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21:04 10.12.2017
Von Jan von Schmidt-Phiseldeck

Es ist der zweite Versuch des 48-Jährigen, das durchaus geliebte Ministeramt in Kiel mit einem sehr breitem Themenspektrum gegen das Chef-Amt bei der grünen Partei einzutauschen. Nur 75 Stimmen trennten ihn vor der Bundestagswahl als neuer Spitzenkandidat der Partei vom jetzt scheidenden Parteichef Cem Özdemir. Der Rückhalt in seiner Partei dürfte seitdem nicht geschrumpft sein.

Ganz im Gegenteil: Die Grünen befinden sich in einer Phase der Stagnation, in der frischer Wind und klare Positionen wichtiger werden, um in der Gruppe der bürgerlichen Parteien nicht irgendwann bedeutungslos zu werden. Ob es der Umbau der Landwirtschaft ist, die Energiewende mit Folgen für unsere derzeitige Lebensweise, ob in den Themen Asyl und Flucht oder fairer Handel: Habeck macht sich mit seiner Haltung bei politischen Gegnern wenig Freunde, erwirbt sich aber im Gegenzug sehr viel Respekt. Und der Schriftsteller und Philosoph lernt in seinen Jahren als Politiker, dass Kompromisslinien manchmal schneller zum Ziel führen.

Frischer Wind kann der durch widersprüchliche Positionen geschwächten Partei nur gut tun. Robert Habeck weiß, wie es geht, auch unbequeme Wahrheiten mit Visionen und den passenden (Sprach-)Bildern aufzuladen.

Wenn SPD und CDU in Berlin über ein Regierungsbündnis reden, wird es an vielen Stellen haken – der Familiennachzug ist aber erkennbar die größte Hürde auf dem Weg zur erneuten Großen Koalition. Beide Parteien warnen sich im Vorfeld gegenseitig vor roten Linien, zugleich erklären beide kategorisch, bei diesem Punkt zu keinerlei Zugeständnissen bereit zu sein. Das wird kompliziert.

Christian Longardt 10.12.2017

Die Landesregierung steht bei der Energiewende unter Druck. Deshalb setzt man sich für höhere Ausbauziele bei der Offshore-Windkraft ein. Für diese Forderung und die Umsetzung ist es höchste Zeit, will man die selbst auferlegte Energiewende packen und einem sich entwickelnden Wirtschaftsfaktor nicht die Dynamik nehmen.

Frank Scheer 09.12.2017

Was ist bloß los in unserer Welt, in unserem Land? Die deutsche Wirtschaft prosperiert, an allen Ecken und Enden wird Geld verdient – Wirtschaftskrise und Eurokrise sind aus den Gedanken längst verschwunden – und doch geht es immer mehr Menschen immer dreckiger.

Niklas Wieczorek 08.12.2017