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Meinungen Jan v. Schmidt zum Restaurant-Portal
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08:00 16.02.2019
Von Jan von Schmidt-Phiseldeck
Jan von Schmidt-Phiseldeck kommentiert die neue Initiative von Foodwatch. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Hygiene muss bei der Erzeugung und Verarbeitung von Lebensmitteln oberste Priorität haben. Insofern ist der Vorstoß der Verbraucherorganisation Foodwatch, Ergebnisse von Lebensmittelkontrollen in Restaurants oder Bäckereien über ein Internetportal öffentlich zugänglich zu machen, grundsätzlich richtig. Richtig deshalb, weil die Kontrolleure bei etwa jedem fünften kontrollierten Betrieb in Schleswig-Holstein Mängel feststellen.

Zur ganzen Wahrheit gehört aber auch, dass ein Großteil der Mängel nichts mit den Skandalen um verdorbene Lebensmittel, Mäusekot-Funde oder mit der Verwendung von Schlachtabfällen in der Küche zu tun hat. Hier geht es zum Beispiel um schlecht verlegte Kabel, einen verstopften Abfluss oder die nicht optimal arbeitende Dunstabzugshaube. Diese Unterscheidung gerät durch die Transparenz-Initiative „Topf Secret“ von Foodwatch in Gefahr. Grund: Die wirklich schwarzen Schafe der Branche sind durch die Vielzahl der im Portal hochgeladenen und zum Teil veralteten Dokumente auf den ersten Blick schwierig zu identifizieren, die "Guten" könnten allerdings für lange Zeit als Hygienesünder abgestempelt werden.

Was wirklich helfen würde, wäre ein verpflichtendes Ampelsystem an der Restaurant-Tür. Damit könnten die Gastronomen ihren Gästen zeigen, wie es aktuell um die Hygiene in ihrer Küche bestellt ist. Für ein dichtmaschiges Kontrollsystem brauchen die Lebensmittelbehörden aber mehr Mitarbeiter, um Betrügern auf die Spur zu kommen.

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