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Meinungen Jürgen Küppers zu den Kieler Schulhöfen
Mehr Meinungen Jürgen Küppers zu den Kieler Schulhöfen
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07:00 16.08.2019
Von Jürgen Küppers
Jürgen Küppers kommentiert den Kieler Aktionsplan zur Schulhofsanierung. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Jetzt hat Kiel also außer zu Verkehrswende, Luftreinhaltung oder Wohnen einen weiteren „Aktionsplan“. Diesmal zum Thema Schulhöfe. Klingt ja auch gut, so ein „Aktionsplan“: nach Tat und Plan. Aber wenn man die jetzt im Rahmen dieses Plans erstellte Bestandsaufnahme zu den Schulhöfen durchforstet, ist darin von (konkretem) Plan und Tat noch gar keine Rede.

Allerdings davon, dass fast die Hälfte aller Kieler Schulhöfe mehr oder minder starke Mängel aufweist – von Löchern, Rissen, Aufwölbungen bis hin zu Drainageproblemen. Immerhin, könnte man sagen, kommen die Probleme jetzt mal auf den Tisch. Stimmt. Allerdings erst rund 16 Monate nach Beschluss des Aktionsplans im Rat.

Und Eile im Umgang mit den Mängeln ist ebenfalls noch nicht in Sicht. Jetzt sollen die Ergebnisse der Mängelliste erst mal mit dem städtischen Schulbauprogramm abgestimmt und Prioritätenlisten inklusive Zeit und Kostenplanung erstellt werden. Das kann dauern. Wird es auch angesichts massiver Unterbesetzung in der Bauverwaltung.

Auf die versprochenen „zukunftsweisenden ganzheitlichen Lernorte“ werden wir also vermutlich noch sehr lange warten. Und uns stattdessen weiter mit Flickwerk an löchrigen und rissigen Schulhofböden begnügen müssen.

Es mag ja sein, dass derzeit mehr nicht geht angesichts gewaltiger Sanierungsstaus an Schulgebäuden und zu wenig Baufachleuten im Rathaus. Aber dann sollte man mit Begriffen wie „Aktionsplan“ auch keine Hoffnungen wecken, die sich absehbar nicht erfüllen.

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