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Meinungen Jürgen Küppers zur Rechtschreibschwäche
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10:00 04.01.2019
Von Jürgen Küppers
Jürgen Küppers. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Die Ausgangslage scheint ebenso klar wie reformbedürftig: Zu wenig Grundschüler im Norden können korrekt lesen und schreiben, wenn sie auf weiterführende Schulen wechseln. Ganz und gar nicht klar ist hingegen, wie das möglichst schnell und effektiv zu ändern ist. Seit mehr als 100 Jahren entwickeln (Reform-)Pädagogen und Grafiker für den Unterricht immer neue Schriftbilder mit dem Ziel möglichst leichter Erlernbarkeit, flüssiger Schreibweise und ästhetischer Anmutung. Ach ja, richtig geschrieben sein sollen die Wörter auch gerne.

Doch weder Lateinische Ausgangsschrift, Deutsche Normal-, Grund- oder Schulausgangsschrift konnten den Nachweis erbringen, die am besten geeignete zur Erreichung solcher Ziele zu sein. Denn die Schrift allein ist es nicht, die Erfolg oder Misserfolg beschert. Sondern die Methodik, mit der sie unterrichtet wird. Und die kann/soll durchaus unterschiedlich sein. Nicht zuletzt, weil nicht alle Kinder gleich gut entwickelte motorische Fähigkeiten haben.

Ob die in diesem Schuljahr vom Bildungsministerium verordneten zwei verbundenen Schreibschriften dazu führen, dass Grundschüler künftig schöner und vor allem richtiger schreiben, ist ein frommer Wunsch. Belege dafür gibt es jedenfalls keine. Vorschreiben sollte man weder Kindern noch Lehrern, wie sie am besten zum Ziel kommen. Unterstützen kann man sie aber schon: Pädagogen durch wirklich qualifizierte Fortbildungen (in Dienstzeiten). Und Kinder durch mehr individuelle Fördermöglichkeiten.

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