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Meinungen Erinnern an das Schweigen
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13:00 11.07.2019
Von Einar Behn
Einar Behn Quelle: Ulf Dahl
Kaltenkirchen

 Nach Schätzungen wurden hier auf dem Gebiet der Gemeinde Nützen bis zu 700 Gefangene zu Tode geschunden. 

Nun soll ein Anbau mit Landesgeldern errichtet werden, in dem die Nachkriegsgeschichte bis zur Entstehung der Gedenkstätte dokumentiert wird – denn die bittere Geschichte war 1945 keineswegs zu Ende. Es begann die Zeit der Verdrängung, der Verleugnung, des Schweigens. Es gibt ausreichend Gründe, auch diese Zeit mit einer Ausstellung ins Bewusstsein zu rücken. Beispiel: Anstatt der Opfer zu gedenken, wurde eine KZ-Baracke noch in den Sechzigerjahren als Gaststätte genutzt, auch von der heimischen Bevölkerung. Niemand fand etwas dabei. Nebenan gab es eine Tankstelle, das deutsche Wirtschaftswunder musste schließlich mit Treibstoff versorgt werden. Zurückblicken? Wozu? 

Die nun geplante Ausstellung wird sich mit diesem zweiten traurigen Kapitel deutscher Geschichte befassen und damit auch einen Mann ehren, der damals gegen den Strom schwamm: Gerhard Hoch (1923 – 2015). Ihm ist es zu verdanken, dass aus den bei Baggerarbeiten gefundenen Barackenresten die Gedenkstätte wurde. Sie war sein Lebenswerk. Es ist gut zu wissen, dass es bei dem früheren Bad Bramstedter Bürgermeister Hans-Jürgen Kütbach weiterhin in verantwortungsvollen Händen liegt. 

Der Kieler Stadtrat Gerwin Stöcken ist ein honoriger Mann und unverdächtig, Menschen absichtlich zu ärgern. Aber bei den Schwimmbädern für die Kieler hat der Sportdezernent derzeit, gelinde gesagt, keine glückliche Hand.

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