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Meinungen Im Musikprogramm fehlten die Weltstars
Mehr Meinungen Im Musikprogramm fehlten die Weltstars
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00:41 30.06.2019
Von Thomas Bunjes
Großstadtgeflüster waren ein Act an der Hörn Bühne zur Kieler Woche 2019. Quelle: Frank Peter
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Das Angebot auf den größeren Bühnen zur Kieler Woche 2019, löblicherweise kostenlos bis auf das von „Gewaltig leise“, bot diesmal weder internationales Flair noch die ganz großen Namen, die in der Vergangenheit aufhorchen ließen.

Zwei Lücken im Programm der Hörnbühne schürten vor ein paar Wochen noch Hoffnung auf ein nachnominiertes Großkaliber. Doch mögen Tokio Hotel noch immer treue oder eventuell sogar neue Fans haben, die Glanzzeiten des Magdeburger Quartetts mit ausverkauften Arenen liegen lange zurück. Tom Kaulitz und Co. spielen heute eher in mittelgroßen Clubs, und der Gitarrist bevölkert mit seiner Gattin in spe, Supermodel Heidi Klum, eher die Klatschspalten.

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Hier sehen Sie bilder vom Tokio-Hotel-Konzert zur Kieler Woche 2019.

Der zweite Nachzügler, Ferris Hilton alias Ferris MC, hat sich vor Kurzem aus der erfolgreichen Hamburger Hip-Hop-Electropunk-Formation Deichkind verabschiedet und liefert an der Hörn lediglich ein DJ-Set.

Top-Acts aus Deutschland, englische Pop-Newcomer, keine Stars

Der deutsche Popsänger Johannes Oerding bei seinem Auftritt zur Kieler Woche 2019.

Diesjährige Top-Acts wie Johannes Oerding, Cassandra Steen, Michael Schulte, Antilopen Gang, Mia., Kool Savas, Romano, Axel Prahl, Y’akoto oder Laith Al-Deen stammen sämtlich aus deutschen Landen.

Michael Schulte animierte bei seinem Konzert auf dem Rathausplatz die Kieler zum Mitsingen. Er war einer der großen Stars der Kieler Woche 2019.

Wird’s mal ausländisch, waren – fraglos vielversprechende – englische Pop-Newcomer am Start: Kelvin Jones, Declan J Donovan, Tom Gregory, Jonas Blue. Aber eben keine Stars vom Schlage Amy Macdonald (2017), Anastacia (2015), Mike & The Mechanics (2014), Bob Geldof (2012), Human League (2011), Milow (2010), Level 42 und Foreigner (beide 2009), Bad Religion (2008), Simple Minds (2006) oder Pretenders (2003).

Kelvin Jones und Declan J Donovan berührten am späten Freitagabend die Kieler-Woche-Besucher. 

Kieler Woche braucht ein ebenbürtiges Musikprogramm

Ob nun finanziell motiviert oder abhängig von Tourplänen – die Gründe mögen vielfältig und triftig sein. Und natürlich braucht es nicht zwingend internationale Top-Acts, wenn die hiesigen zuverlässig die Massen mobilisieren. Doch Musik ist längst ein zentrales Element der Kieler Woche, und so steht dem größten Segelereignis der Welt auch ein ebenbürtiges Musikprogramm gut zu Gesicht.

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Mehr zur Kieler Woche 2019 finden Sie hier.

Tilmann Post 28.06.2019