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Meinungen Alexander Holzapfel zum HSV
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10:01 13.03.2018
Von Alexander Holzapfel
Foto: Alexander Holzapfel, KN-Sportchef, findet klare Worte zum Rausschmiss von HSV-Coach Bernd Hollerbach.
Alexander Holzapfel, KN-Sportchef, findet klare Worte zum Rausschmiss von HSV-Coach Bernd Hollerbach. Quelle: Uwe Paesler
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Traurig für den Klub und seine Fans. Ehrabschneidend für den Menschen Bernd Hollerbach, der von seinem Arbeitgeber wie ein Stier am Nasenring durch die Arena gezogen wurde.Der Metzgersohn aus Franken war sich schon in seiner aktiven Zeit als HSV-Profi für „Drecksarbeit“ nicht zu schade. Er hielt seine Knochen hin – und die des Gegners. Als ihn sein Herzens-Verein für die schon vor sieben Wochen sehr ambitionierte Mission „Klassenerhalt“ herbeirief, dachte Hollerbach nicht ans Scheitern und nicht daran, dass nach dem Abstieg mit Würzburg auch sein erneutes HSV-Engagement ihn beschädigen könnte. Was Hollerbach als Gegenleistung vom HSV bekam, spottet jeder Beschreibung eines professionell geführten Fußballklubs. In der größten Krise der HSV-Geschichte sind Vorstand weg, Aufsichtsrat weg, Sportchef weg. Alle die, die es versäumten, die im Winter dringend nötige sportliche Verstärkung zu besorgen. Der HSV neun Spieltage vorm drohenden Abstieg handlungsunfähig. Hollerbach wurde nicht informiert, sondern hingehalten, am langen Arm verhungern, dann fallen gelassen. Schämen sollten sich alle Vereins-Bosse, die den HSV in diesem Jahrtausend zerlegt haben.