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Meinungen Bastian Modrow zu den Apple-Plänen
Mehr Meinungen Bastian Modrow zu den Apple-Plänen
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08:15 27.07.2019
Von Sven Hornung
KN-Redakteur Bastian Modrow
Kiel

Aus gutem Grund: Der iPhone-Hersteller hat aus dem Desaster, das Konkurrent Google vor zehn Jahren mit seinen Street-View-Plänen ereilt hat, gelernt. Kurzfristig und ohne allzu großes öffentliches Brimborium werden die Apple-Autos auf Tour geschickt.

Mitten in der Urlaubszeit sollen ratzfatz alle notwendigen Daten eingesammelt werden. Ehe Kritiker in Bevölkerung und Politik die Stimme überhaupt erheben können, sind die Bilder auch schon im Kasten und die Fahrzeug-Flotte wieder weg.

So dürfte es der Plan gewesen an. Ob die Taktik aufgeht, bleibt abzuwarten. Im Gegensatz zu anderen europäischen Ländern ist die Sensibilität für Datenschutz hierzulande hoch, das Misstrauen gegenüber amerikanischen Tech-Konzernen groß. Der tatsächliche Mehrwert, der mit der weltweiten Ansicht von Mehrfamilienhäusern in der Kieler Hansastraße oder von Vorgärten im Segeberger Amselweg entsteht, erschließt sich vielen nicht. Angesichts hoher Einbruchszahlen überregionaler Banden, die auch das Internet nutzen, kann das Projekt sogar als gefährlich bezeichnet werden. Hier dürfte sich schnell lautstarker Widerstand formieren und Apples Look Around anstatt einer gestochen scharfen HD-Rundumsicht vielerorts zu einer Pixel-Landschaft werden.

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