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Meinungen Bastian Modrow zum Arzt-Budget
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20:22 17.06.2018
Von Bastian Modrow
Bastian Modrow kommentiert.  Quelle: Ulf Dahl
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Kiel

Zu hoffen ist, dass Schleswig-Holstein mit seinem wichtigen Vorstoß eine Mehrheit in den Ländern und beim Bund findet.

Die Budgetierung ist die Geißel unseres Gesundheitssystems. Einem jungen Mediziner, der sich durch ein schier endloses, aufreibendes Studium voller Entbehrungen gequält hat, kann es nicht verübelt werden, wenn er kein Interesse hat, eine kleine Landarztpraxis zu übernehmen. Das ist angesichts begrenzter Verdienstmöglichkeiten bei einer garantierten Wochenarbeitszeit von bis zu 70 Stunden alles andere als lukrativ. Und niemandem kann vorgeworfen werden, dass er lieber in die freie Wirtschaft geht, statt in den letzten Wochen des Quartals stets kostenlos Patienten zu behandeln, weil die Budgets ausgereizt sind. Bei aller beruflichen Ehre, bei der man Ärzte packen kann: Diese Rahmenbedingungen sind unzumutbar. Wenn die Politik jetzt endlich einen notwendigen Schritt geht, ist der Aufschrei der Krankenkassen programmiert. Hier gilt es, standhaft zu bleiben. Denn die Zeiten, in denen sich Hausärzte mit ihrer Praxis eine goldene Nase verdienen konnten, sind längst vorbei. Weshalb sollten es dann die Kassen tun?

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