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Meinungen Christian Hiersemenzel zum Rauchverbot
Mehr Meinungen Christian Hiersemenzel zum Rauchverbot
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16:00 28.09.2019
Von Christian Hiersemenzel
Landeshauskorrespondent Christian Hiersemenzel Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Elfeinhalb Jahre später erinnern sich die meisten Bürger nur noch mit einer Mischung aus Nostalgie und Ekel an Zeiten, als sie nach dem Kneipen- oder Diskothekenbesuch ihre Kleidung gründlich auslüften mussten – wenn sie nicht gleich in der Waschmaschine landete.

Verändert wurde nicht nur ein Gesetz, sondern mittelbar das Bewusstsein – auch vieler Raucher: Wer sich heutzutage eine Zigarette anzünden will, geht lieber auf die Terrasse oder den Balkon. Und Rauchen am Arbeitsplatz, im Jahr 2000 noch vielfach üblich (bei gekippten Fenstern selbst im Winter), ist undenkbar geworden. Welch ein Fortschritt.

Kippen gehören nicht auf Spielplätze

Eltern, die mit ihren Kindern den Spielplatz besuchen und sich an den Rand setzen, um auf ihr Smartphone zu schauen und gemütlich eine Zigarette zu rauchen, sind sich vermutlich keiner Schuld bewusst. Wenn das noch nicht einmal draußen erlaubt sein soll, wäre Deutschland von einem generellen Rauchverbot nicht mehr weit entfernt. Dieses Argument ist zu kurz gegriffen. Zum einen hat der Verzicht Vorbildcharakter: Untersuchungen belegen, dass Kinder qualmender Eltern später häufiger zum Nikotin greifen. Zum anderen gehört Tabak nunmal zu den Drogen, und die sollten von Kindern fern gehalten werden. Kippen gehören nicht auf Spielplätze. Gut, dass Schleswig-Holstein dem jetzt einen Riegel vorschieben will.

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