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Meinungen Florian Hanauer zu Influencern
Mehr Meinungen Florian Hanauer zu Influencern
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06:05 04.10.2019
Von Florian Hanauer
Florian Hanauer kommentiert. Quelle: Uwe Paesler
Kiel

Mehr als die Hälfte der jungen Leute hat Produkte auf Basis von Influencer-Empfehlungen gekauft. Der Markt steht an der Schwelle zu einem Milliardenumsatz. Manchmal schießt er auch darüber hinaus: Bis zu zehn Prozent der deutschen Influencer sollen "Follower" gekauft haben, um einflussreicher zu erscheinen.

Die fortschreitende Professionalisierung birgt Gefahren: Da sind kleinere, lokale Unternehmen, die kaum noch mithalten können, selbst wenn sie auf den Trend der "Mikro-Influencer" aufspringen. Auch Institutionen, Vereine und Parteien stehen fassungslos daneben, wenn sie in das Fadenkreuz eines Youtubers wie "Rezo" geraten.

Influencer-Empfehlung ist nicht die Stiftung Warentest

Die andere Gefahr ist der Einfluss auf die Zielgruppe, besonders auf Kinder und Jugendliche. Kontrollorgane greifen zwar bei groben Verstößen ein, wie die Landesmedienanstalt, die Youtuber "Flying Uwe" ein Bußgeld wegen versteckter Werbung aufbrummte. Niemand wird hoffentlich eine Influencer-Empfehlung mit der Stiftung Warentest verwechseln. Gefragt aber sind Eltern und Lehrer bei der Vermittlung von Medien- kompetenz. Sie sollten sich ansehen, was da für Clips beim Nachwuchs laufen – und mit ihnen sprechen. Ob diese den Empfehlungen folgen, ist eine andere Frage – aber die junge Generation sollte gewappnet sein.

Weitere Kommentare und Leitartikel finden Sie hier.

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