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Meinungen Frank Behling zu den Korvetten
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21:49 19.06.2017
Von Frank Behling

Doch der erste Fehler wurde im Bundesverteidigungsministerium mit einer Auftragsvergabe gemacht, die das Kartellamt bemängelte. Dabei sind es auch die Richtlinien, Verordnungen und Gesetze, die eine schnelle Lösung verhindern und den Kosten- und Zeitplan kollabieren lassen.

 Die Vorgaben für die europaweite Vergabe und Ausschreibung der Rüstungsprojekte stammen aus einer Zeit, als es noch ein Dutzend Werften für Marineschiffe in Nordeuropa gab. Inzwischen sind in allen europäischen Nato-Staaten die Werften aus Mangel an Aufträgen fusioniert: In den Niederlanden ist es die Damen-Gruppe, in Frankreich die DCNS, in Spanien Navantia und in Italien Fincantieri. Echter Wettbewerb ist Fehlanzeige, bei Rüstungsaufträgen gibt es diesen seit Jahren schon nicht mehr. Das ausgerechnet jetzt die Wettbewerbshüter ein Exempel statuieren wollen, verwundert schon. Die großen deutschen Marineprojekte gehen seit 15 Jahren an eine Arbeitsgemeinschaft aus TKMS und Lürssen. Angesichts der geringen Stückzahlen der Schiffe und U-Boote ist dies ein Weg, um Knowhow für die Werften zu sichern. Das Verteidigungsministerium muss die Kosten deckeln: Als Kunde muss es den Werften Grenzen setzen, bevor es die Kaufverträge mit der Industrie unterzeichnet.

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