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Meinungen Frank Behling zum Marinearsenal
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07:00 18.09.2018
Von Ulrich Metschies
Frank Behling Quelle: Ulf Dahl
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Kiel

Eine hochmoderne Flotte mit weniger als 50 Einheiten sollte es werden. Die Vollversorgung mit Ersatzteilen wurde in Berlin dem Spardiktat geopfert und moderne Werkstätten dicht gemacht.

Doch dann kam 2014. Das Verhältnis zu Russland nahm eine radikale Wende, und das Friedensfundament in Europa hat tiefe Risse bekommen. Die Ostsee ist heute wieder Schauplatz militärischer Konfrontationen. Russische Atom-U-Boote vor Fehmarn und Großmanöver bei Bornholm sind Alltag geworden. 2011 waren Somalia, Dubai und Beirut Hotspots der deutschen Marine. 2018 sind es Lettand, Litauen und Estland. Auch wenn Russlands militärisches Potenzial noch weit hinter den Fähigkeiten früherer Jahre hinterherhinkt, so geht doch eine Konfliktgefahr aus den militärischen Machtspielen hervor.

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Deshalb muss die deutsche Marine einen leistungsfähigen Reparaturstandort an der Ostsee haben. Die Marine braucht aber nicht nur Ersatzteile für U-Boote, Korvetten und Minenjäger, sie braucht auch mehr zivile Fachleute, damit die Ersatzteile in Kiel montiert werden können. Deshalb ist der Wiederaufbau der Ausbildungswerkstatt im Kieler Arsenal genau der richtige Weg.

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