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Meinungen Frank Behling zum Nord-Ostsee-Kanal
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07:22 26.09.2019
Von Frank Behling
KN-Redakteur Frank Behling. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Eines vorweg: Die Taucher und Techniker, die am Sonntag ihr Wochenende unterbrochen haben und freiwillig zum Dienst in die Brunsbütteler Schleuse gekommen sind, sind die stillen Helden in diesem Drama. Sie haben freiwillig und ohne Murren für die Kanal-Schleuse ihre Freizeit geopfert – und das, obwohl es ihrer Verwaltung bis heute nicht gelingt, ein tragfähiges Notfallkonzept für technische Störungen in der meistbefahrenen künstlichen Seewasserstraße der Welt auf die Beine zu stellen.

Als am 1. Mai 2013 der Startschuss zur Reform der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung fiel, wurde vom Ministerium die Schaffung einer schlagkräftigen Struktur angekündigt, die den Herausforderungen der Zukunft gewachsen sein soll. Fähigkeiten und Expertise der Ämter sollten gebündelt und optimiert werden. Das Ziel aber wurde verfehlt: Wie vor 2013 hängt ein Notfalleinsatz auch heute noch davon ab, ob die Mitarbeiter aus Begeisterung für ihren Job ihre Freizeit opfern.

Konzepte müssen her

Niemand erwartet, dass 20 Taucher rund um die Uhr in ihren Anzügen auf den Schleusen sitzen. Es muss aber Konzepte für Notfallpläne geben, die auch an einem Sonnabend gewährleisten, dass sich die Verwaltung um die Anliegen der Kunden und Partner am Kanal bemüht. Ein Traum wäre es, wenn dabei auch Bergungstaucher, Bagger und Schlepper externer Firmen Berücksichtigung fänden. Im Fall der Schleusenhavarie der „Akacia“ hatte sich die Kombination der Taucher vom Amt mit den Tauchern privater Firmen durchaus bewährt.

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