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Meinungen Frank Behling zur Windjammerparade
Mehr Meinungen Frank Behling zur Windjammerparade
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07:15 22.06.2018
Von Frank Behling
Schiffsexperte Frank Behling Quelle: Ulf Dahl
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Kiel

Von Paraden wie beim Hafengeburtstag in Hamburg, der Hanse Sail in Rostock, in Esbjerg und Aarhus in Dänemark oder in Den Helder in den Niederlanden kann Kiels Hafenkapitän nur träumen. Seit Jahren muss er mit bescheidenen Mitteln versuchen, Schiffe zur Fahrt nach Kiel zu überreden.

Die Planer der Kieler Woche haben sich zu lange nur auf Bühnen, Party und Fressmeilen konzentriert. Einzig die Marine hat das Fähnchen der maritimen Kulturgutvermittlung hochgehalten. Wenn Kiel mal wieder eine echte Windjammerparade haben möchte, muss sich schnell etwas tun. Am Ende fahren die Eigner der Schiffe da hin, wo sie sich wohlfühlen. Bei der Marine ist es Kiel. Wenn selbst China eine Fregatte 10000 Meilen fahren lässt, um in Kiel dabei zu sein, ist das eine Bestätigung guter Marketing-Arbeit.

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Ideen für eine Modernisierung der maritimen Seite der Kieler Woche gibt es viele. Ein Windjammercamp, ein Wettfahrt von Windjammern und auch Events in der Stadt mit maritimer Ausprägung stehen bereit. Liegeplätze gibt es auch genug. Allein die Marine hat am zweiten Kieler-Woche-Wochenende meist 500 Meter Pier im Tirpitzhafen oder im Arsenal frei. In den Niederlanden oder Belgien nutzen Windjammer auch die Marinehäfen. Es gibt also Wege aus dieser Krise.

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