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Meinungen Hans-Jürgen Jensen zu Tiertransporten
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10:04 30.03.2019
Von Hans-Jürgen Jensen
Hans-Jürgen Jensen ist Redakteur bei den Kieler Nachrichten. Quelle: Kieler Nachrichten
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Rendsburg

Am Freitag gab es zumindest ein vorläufiges Ende. Ob damit tatsächlich das letzte Wort gesprochen ist, ist fraglich. Klare Regelungen des Bundes und der EU sind notwendig.

Zur Erinnerung: Es geht um Tierschutz und um die Qualen für Rinder, die über Tausende von Kilometern in Transportern eingesperrt sind, sich kaum bewegen können und die Tortur teilweise nicht überleben. Die Bilder sind bekannt. Ob die Qual am Ziel endet, ist mehr als fraglich.

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Die Tiere lebten dann in einer Herde, die sie als Zuchtrinder vergrößern, sagt die Rinderzucht-Genossenschaft. Glückliche Tiere im Stall und auf der Koppel – man würde es so gerne glauben. Nein, die Rinder würden in der Regel grausam geschlachtet, widersprechen Tierärzte. Dass die exportierten Tiere Zuchtrinder seien, sei leicht widerlegbarer Etikettenschwindel.

Tierquälerei ist strafbar. Hochqualifizierte Juristen erklären in seitenlangen Abhandlungen, dass deutsche Amtstierärzte sich der Beihilfe schuldig machen, wenn sie solche Transporte durch Atteste oder Genehmigungen ermöglichen.

Veterinäre und Tierschutzorganisationen beschreiben Torturen während der Fahrten und am Ziel. Man muss das nur lesen, um zu verstehen. Als Bettlektüre eignen sich die Texte allerdings nicht. Ein ruhiger Schlaf will sich nicht einstellen.

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