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Meinungen H. Stüben zu Schwangerschaftsabbrüchen
Mehr Meinungen H. Stüben zu Schwangerschaftsabbrüchen
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22:59 29.10.2019
Von Heike Stüben
SH-Redakteurin Heike Stüben Quelle: Ulf Dahl
Flensburg

Frauen, die – nach ausführlicher Beratung und in engen gesetzlichen Grenzen – ihre Schwangerschaft abbrechen wollen, müssen draußen bleiben. Kann das im Jahr 2019 in Deutschland noch sein?

Unstrittig ist: Kein Arzt kann zu einem Abbruch verpflichtet werden. Umgekehrt kann aber auch niemand von einem Arzt verlangen, dass er Frauen in dieser Situation nicht nach den gesetzlichen Maßgaben hilft. Dies gilt umso mehr, wenn sich dadurch wie in Flensburg die Versorgungssituation für die betroffenen Frauen verschlechtert. Denn damit gäbe es kein einziges Krankenhaus mehr vor Ort und in der gesamten Region, an das sich die Frauen wenden können.

Frauen brauchen Hilfe von vertrauten Ärzten

Und wer sagt, dann können sie doch nach Schleswig, Kiel oder Husum fahren, verkennt die Lage dieser Frauen: Eine Entscheidung für einen Abbruch wird nicht leichtfertig getroffen. Sie ist mit Konflikten, Zweifeln, Gewissensnöten verbunden. Frauen benötigen Hilfe von vertrauten Ärzten. Doch ihr Gynäkologe, der in der Regel ja die Schwangerschaft feststellt, darf den Abbruch nicht vornehmen. Deshalb darf in Zeiten, in denen immer weniger Praxen Abbrüche anbieten, nicht auch noch das Klinik-Angebot abgebaut werden.

So manchem Sozialdemokraten dürfte gestern in den Sinn gekommen sein, wie es mit Torsten Albig lief. Der hatte erst das Kieler Rathaus erobert und dann die nach dem krachenden Ende der Großen Koalition am Boden liegende SPD in die Staatskanzlei geführt. Könnte das nicht auch Ulf Kämpfer gelingen?

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