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Meinungen Heike Stüben zum Helfer-Protest
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10:00 29.09.2018
Von Heike Stüben
Foto: Heike Stüben kommentiert. 
Heike Stüben kommentiert.  Quelle: Ulf Dahl
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Selent

Ihr Engagement aufgeben wollen sie trotzdem nicht. Das träfe ja auch die Falschen. Deshalb also die Petitionen und Rückgabe der Ehrenamtsnadeln. Das mag hilflos wirken und ist auch nicht unumstritten in der Szene. Schließlich agiert die Landespolitik im Vergleich mit anderen Bundesländern noch liberal, und die Asylgesetze werden auf Bundesebene gemacht. Dennoch haben immer mehr der Ehrenamtler das Gefühl, öffentlich ihre Stimme erheben zu müssen, weil Sozialstaat, Flucht und Migration gegeneinander ausgespielt werden, weil Rechtsextremisten immer unverhohlener den demokratischen Konsens aufkündigen.

Großer Verlust für SH

Die Protestaktion sollte ernst genommen werden. Es wäre ein großer Verlust für Schleswig-Holstein, wenn die Flüchtlingshelfer andernfalls doch noch ihr Engagement einstellen würden. Denn klar ist: Sie sind diejenigen, die Integration praktizieren, die zusammen mit Erziehern, Lehrern, Fachleuten aus Kirchen, Sozial-, Gesundheitsdiensten und Verwaltung bei den Problemen, die es unzweifelhaft bei der Integration gibt, nach praktikablen Lösungen suchen. Ihr Verdienst ist es, dass viele Flüchtlinge bereits Fuß gefasst haben, eine Ausbildung oder Arbeit gefunden haben. Dieses Engagement sollte die Landespolitik nicht aufs Spiel setzen.

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