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Meinungen Jan von Schmidt-Phiseldeck zum Fischereiprogramm
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20:53 18.04.2016
Von Jan von Schmidt-Phiseldeck
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Denn es genügt nicht, jährlich Quoten für bestimmte Fischarten wie Dorsch, Scholle oder Hering festzulegen – weil sich nämlich das empfindliche Ökosystem Meer durch andere, zum Teil fremd eingewanderte Arten dramatisch verändert.

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Umweltschonende Fangmethoden wie mit Langleinen oder Netzen, die weniger Beifänge zulassen, müssen deshalb zum finanziell geförderten Standard bei Schleswig-Holsteins Berufsfischern werden. Verstärkte Förderung verdient dabei auch die Aquakultur, die im Norden immer noch in den Kinderschuhen steckt, aber einen Ausweg aus dem Überfischungsdilemma der Meere bieten kann. Damit die Fischerei im Norden eine Zukunft hat, müssen aber auch wir Verbraucher umdenken. Nicht immer ist Fangsaison für jede beliebige Fischart in Nord- und Ostsee, nicht immer steht jede x-beliebige Menge zur Verfügung. Fisch aus der Region als gesundes und geschätztes Produkt hat seinen Preis. Das vor wenigen Jahren gestartete Internet-Infoportal „Fisch vom Kutter“ ist ein guter Ansatz, damit Erzeuger und Käufer frustfrei zueinander finden. Angebote wie diese müssen nun weiter ausgebaut werden.

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