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Meinungen Jana Ohlhoff zum Zustand der Badeseen
Mehr Meinungen Jana Ohlhoff zum Zustand der Badeseen
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21:21 05.08.2015
Von Jana Ohlhoff

Schuld an der Misere sind zunächst einmal klar die Landwirte. Sie haben lange Zeit ungeniert bis an die Gewässerkanten gedüngt und somit einen großen Beitrag zur Eutrophierung der Seen geleistet. Aber auch Umweltminister Robert Habeck steht in der Verantwortung. Seine Allianz mit dem Bauernverband zum Gewässerschutz greift in der Sache zu kurz. Nach zähem Ringen über die Breite von Uferstreifen hat man sich lediglich auf einen Kompromiss geeinigt, der ausschließlich auf Freiwilligkeit basiert. In der Praxis ist das leider zum Freifahrtschein für die Bauern geraten. Hier muss Habeck nachbessern. Dazu müsste sich der viel gelobte „Kompromiss-Minister“ allerdings endlich einmal entschlossen gegen den Widerstand der Agrar-Lobby durchsetzen. Schließlich ist nicht jeder Kompromiss eine gute Lösung.

Ein Hauptknackpunkt ist aber immer noch der Bund: Habeck muss sich in Berlin noch stärker als bislang für eine umweltgerechte Novellierung der Düngeverordnung einsetzen. Andernfalls drohen sogar Strafzahlungen der EU. Und die helfen niemandem: Weder der Umwelt noch den Bauern oder den Touristen.

Pulverfass Balkan – seit mehr als hundert Jahren lastet diese unrühmliche Zuschreibung auf dem Südosten Europas. Beinah schon wie ein Fluch, der die Menschen dort immer wieder heimsucht. Ein Pulverfass, das immer wieder in die Luft geht. Auch jetzt wieder. Nur ist es diesmal keine Explosion der Gewalt, die die Region erschüttert, kein Kriegsausbruch.

Marina Kormbaki 04.08.2015

In der „Spiegel“-Affäre tat sich laut Konrad Adenauer ein „Abgrund von Landesverrat“ auf. Es waren ernste Zeiten damals, 1962. Viele erschraken, als der damalige Kanzler das düstere Wort mit „L“ aussprach: Landesverrat.

KN-online (Kieler Nachrichten) 04.08.2015

Die Landespolizei steht vor einer großen neuen Aufgabe. Sie soll alle Erstaufnahmeeinrichtungen für Flüchtlinge schützen. Dafür hat der Innenminister zwar zusätzliche Kräfte zugesagt und auch entsprechende Schritte eingeleitet. Bis die allerdings auf den Dienststellen ankommen, wird viel Zeit vergehen.

Bastian Modrow 04.08.2015