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Meinungen Jürgen Küppers zur Führerscheinstelle
Mehr Meinungen Jürgen Küppers zur Führerscheinstelle
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06:00 16.01.2019
Von Jürgen Küppers
Foto: Jürgen Küppers ist Lokalredakteur bei den Kieler Nachrichten.
Jürgen Küppers ist Lokalredakteur bei den Kieler Nachrichten. Quelle: Ulf Dahl
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Kiel

Sie müssen spätestens um sechs Uhr morgens in der Kälte vorm Behördentor ausharren, um sich eine Wartenummer zu ziehen. Und sie müssen – wenn sie überhaupt eine Nummer bekommen – oft stundenlang auf Genehmigungen und Stempel warten.

Besonders trifft das Bürger, deren berufliche Existenz am „Lappen“ hängt: Taxi-, Lkw-, KVG-Busfahrer oder Fahrlehrer. Und die können sich für einen Behördengang ebenso wenig einfach einen Tag frei nehmen wie andere Berufstätige.

Ob sich die Lage in der Führerscheinstelle nach Einarbeitung neuer Kollegen nachhaltig ändert, bleibt abzuwarten. Von Engpässen dort oder in der Zulassungsstelle hörte man ja schon länger.

Wenn eine Stadtverwaltung sich die Digitalisierung Kiels mit „papierlosem Rathaus“ und „Digitaler Woche“ so dick auf die Fahnen schreibt, sollte sie damit dort beginnen, wo es Bürgern wirklich nutzt.

Beim Thema Führerschein ist das noch nicht so – leider. Und wenn es dort schon Engpässe gibt, sollte sie Bürgern deutlicher sagen, wie sie Zumutungen vermeiden könnten und es nicht beim „Bedauern“ belassen. Oder beim gut versteckten Hinweis auf der Stadt-Homepage: „Eine Lösung ist kurzfristig nicht möglich.“

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