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Meinungen Karen Schwenke zum Azubi-Mindestlohn
Mehr Meinungen Karen Schwenke zum Azubi-Mindestlohn
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06:04 01.11.2019
Von Karen Schwenke
Karen Schwenke kommentiert den Mindestlohn für Azubis. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Denn junge Menschen machen ihre Berufswahl nicht vom Ausbildungsgehalt abhängig. Das beweist allein die Tatsache, dass immer mehr Schulabgänger studieren – ganz ohne Vergütung.

Dass die Attraktivität einer Ausbildung nicht von ihrer Bezahlung abhängt, ist auch bei den kreativen Berufen zu beobachten. Goldschmied, Fotograf, Maßschneider – wer das lernt, verdient nicht mal ein Drittel von dem, was Maurer, Gebäudereiniger oder Gerüstbauer bekommen. Und doch haben die kleinen Kreativ-Betriebe mehr Bewerber als sie je ausbilden können, während es gerade den Gewerken, die weit mehr als den Mindestlohn zahlen, an Nachwuchs fehlt.

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Der gut gemeinte Mindest-Azubi-Lohn verfehlt nicht nur sein Ziel, er sorgt auch für neue Probleme. Denn für kreative Kleinbetriebe ist er einfach zu teuer. Dort werden beliebte Ausbildungsplätze dauerhaft verloren gehen. Wer künftig diese Berufe erlernen will, muss eine schulische Ausbildung wählen – für die er im Zweifel noch viel Schulgeld zahlen muss.

Der Gesetzgeber lässt einen Ausweg: Ausbildungsgehälter unterhalb des neuen Mindestlohns sind weiter möglich, wenn Arbeitgeber und Gewerkschaften für einzelne Branchen eigene Vereinbarungen treffen. Dann würden ausgerechnet Gewerkschaften, die auf die Mindestvergütung gedrängt hatten, das Problem lösen. Das ist unwahrscheinlich.

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Zugegeben, die Vision hat Charme: Zehntausende Kieler und Touristen pro Jahr strömen ins Geomar-Gebäude an der Kiellinie, um sich dort auf informative und unterhaltsame Weise von den Geheimnissen des Meeres faszinieren zu lassen: durch 3-D-Projektionen, Filme, Experimente oder Wassersportangebote.

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