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Meinungen Konrad Bockemühl zur Sommeroper-Premiere
Mehr Meinungen Konrad Bockemühl zur Sommeroper-Premiere
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19:15 25.08.2019
Von Konrad Bockemühl
Konrad Bockemühl Quelle: Ulf Dahl
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Kiel

Das prächtige Premierenwochenende erwies sich nun als Hoch-Zeit der Kultur: So lassen sich auch mit klassischer Oper Massen mobilisieren, für das Liveerlebnis auf der Open-Air-Bühne mitten in der Stadt ebenso wie für die Echtzeitübertragung auf Leinwänden sogar jenseits der Stadtgrenzen.

Das Sommertheater ist in Kiel mittlerweile zu einer bewährt-beliebten Marke geworden, mit hohem Qualitätsanspruch und so populär, dass kaum noch Schwellen zu überwinden sind. Das zündet (auch ohne Abschlussfeuerwerk!) so, dass damit langfristig Hindernisse auf dem Weg ins Theater beseitigt werden – ein Gewinn für Oper wie Schauspiel.

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Public Viewing zur Premiere keine Konkurrenz

Intendant Daniel Karasek hat seine Sorgen revidiert, dass das Public Viewing dem Liveerlebnis gefährliche Konkurrenz machen könnte – es dürfte summa summarum eher zusätzliche Zuschauer auf den Rathausplatz locken. Eine Erfahrung, die man über die Jahre auch an vielen anderen Kulturorten sammeln konnte, die Konzertkinos und Livestreams anbieten.

Finanzielle Sorgen sind damit nicht vom Tisch. Kann das Theater der Landeshauptstadt unter freiem Himmel auf treue und auch mal neue Sponsoren zählen, braucht es unter Dach die Sicherheit einer auskömmlichen öffentlichen Förderung. Auch, um alle Beteiligten weiterhin zu derlei Kraftanstrengungen außer der Reihe zu motivieren. Hier wird schließlich kein Minderheitenprogramm gemacht.

Mehr Artikel zur Sommeroper AIDA finden Sie hier.

Ulrich Metschies 24.08.2019
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