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Meinungen Kristian Blasel zur Krise bei den Grünen
Mehr Meinungen Kristian Blasel zur Krise bei den Grünen
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10:15 26.05.2016
Von Kristian Blasel

Und mit der Doppelspitze Karen Jakstadt und Hanno Michel führte in den vergangenen Monaten ein ebenso junges Team die Kreispartei. Aber: Wer auf junge Kräfte setzt, das müssen die Grünen gerade schmerzhaft erfahren, kann auf Kontinuität allenfalls hoffen.

Das ist zum Teil nur schwer zu ändern. Menschen in diesem Alter sind beruflich und familiär nur selten so fest im Sattel, dass sie sich über Jahre politisch an einem Ort zuverlässig engagieren können. Auch der grüne Grundsatz, Amt und Mandat zu trennen, verringert zwangsläufig die Zahl der Kandidaten für kontinuierliche Parteiarbeit.

Wenn jedoch, wie derzeit in Kiel, erfahrene Mitglieder von Intrigen und Pöstchengeschacher sprechen und der Vorstand um bessere Streitkultur bittet, ist es eindeutig auch ein hausgemachtes Problem. Wer verlangt, dass sich junge Menschen politisch engagieren, darf sie nicht bei nächster Gelegenheit mürbe machen. Sonst gibt es bald niemanden mehr, der das zeitaufwendige Ehrenamt übernehmen möchte. Bis zur Mitgliederversammlung im Juli haben die Grünen nun Zeit, die Wogen wieder zu glätten. Der nächste Vorstand, das verlangt die politische Vernunft, sollte bis zu den Wahlen im nächsten Jahr auch der letzte sein.

Die Landesregierung kapituliert vor der Flut von Beihilfe-Anträgen. Genau das steckt hinter der Ankündigung, bei Arztrechnungen von Beamten und Pensionären nicht mehr so genau hinzugucken. Das Land sieht ein Problem, macht die Augen zu, und schwupps ist die Welt wieder in Ordnung.

Ulf Billmayer-Christen 26.05.2016

Der Termin ist pikant: Ab 1. Januar 2017, wenige Monate vor der Landtagswahl, schenkt die rot-grün-blaue Koalition jungen Eltern jeden Monat 100 Euro. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt. Dass die Opposition schäumt und von einem teuren Wahlgeschenk spricht, liegt nahe.

Christian Hiersemenzel 24.05.2016

„Türkei hindert syrische Akademiker an der Ausreise“: Diese Nachricht hat am Wochenende EU-weit Empörung ausgelöst. Weniger allerdings, weil Recep Tayyip Erdogan wieder einmal Menschenrechte zur Manövriermasse seiner Machtpolitik degradiert, sondern vor allem, weil der türkische Präsident erneut Kapital aus der Flüchtlingskrise zu schlagen versucht – Humankapital, um genau zu sein.

Ulrich Metschies 24.05.2016