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Meinungen Michael Kluth zum Schlosskauf
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22:18 13.12.2018
Von Michael Kluth
Michael Kluth ist Redakteur bei den Kieler Nachrichten. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Die Privateigentümer haben das Areal 2003 für den symbolischen Preis von einem Euro vom Land gekauft, seitdem für das Nötigste an Gebäudeunterhaltung gesorgt, ordentlich Gewinne mit den Veranstaltungen gemacht – und kassieren nun, da der Sanierungsstau groß und der Handlungsbedarf dringend ist, 4,14 Millionen Euro Kaufpreis von der Stadt. Sie haben Reibach auf Kosten der Kieler Steuerzahler gemacht. Finde den Fehler.

Aber nur kein Neid, wenn zwei Glückspilze gute Geschäfte machen. Für die Stadt ist es trotzdem ein richtiger Schritt. Allein das 1,8 Hektar große Grundstück in bester Lage ist mehr als 4,14 Millionen Euro wert.

Wichtiger ist die Bedeutung für die Stadtkultur und die Stadtentwicklung. Der Konzertsaal muss allein schon als Spielstätte der Philharmonie und des Schleswig-Holstein Musik Festivals erhalten bleiben. Das bedeutet zwingend: Er muss saniert werden. Das wäre im Privatbesitz nicht drin gewesen.

Und das gesamte übrige Areal mit Haupthaus, Rantzaubau, Landeshalle, Tiefgarage und – nicht zu vergessen – Schlosspark birgt ein unschätzbares Entwicklungspotenzial für die Stadt. Sie hat es nun selbst in der Hand, was daraus wird.

Womit wir bei einem weiteren Schönheitsfehler wären: Was daraus werden soll, weiß keiner so genau. Irgendwas mit Kultur und Kongress. Etwas konkretere Vorstellungen sollte ein Käufer schon haben.

Tradition ist etwas Wunderbares, wenn sie uns Halt gibt: Das einzig Verlässliche am Traditions-Segelschiff „Gorch Fock“ in den vergangenen Jahren aber waren schlechte Nachrichten und immer weiter steigende Kosten für immer weniger Nutzen.

Niklas Wieczorek 13.12.2018

Schleswig-holsteinische Schüler wollen für besseren Klimaschutz streiken. Klar, dass das für Diskussionen am Frühstückstisch sorgt. Dürfen die Schüler das überhaupt – streiken? Nein, dieses Grundrecht steht ihnen laut Schulgesetz nicht zu. Doch Eltern sollten sich an die eigene Jugend erinnern.

Heike Stüben 13.12.2018

Die Landesregierung kann ihre Wohlfühlpolitik fortsetzen. Mit dem am Mittwoch beschlossen Landeshaushalt stellt der Landtag die nötigen Mittel für deutlich mehr Personal (insbesondere Lehrkräfte), viele neue Projekte und die Sanierung von Straßen, Kliniken und Hochschulen bereit.

Ulf Billmayer-Christen 12.12.2018