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Meinungen Michael Kluth zum Abschlussfeuerwerk-Aus
Mehr Meinungen Michael Kluth zum Abschlussfeuerwerk-Aus
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07:35 09.09.2019
Von Michael Kluth
Michael Kluth Quelle: Ulf Dahl

Auch wer Feuerwerk liebt, kann heutzutage kaum noch unbefangen in den funkelnden Nachthimmel blicken und genießen. Der Gedanke an Feinstaub und Klimaschutz ist immer dabei. Eine Art Funkenflugscham. Auch Freunde von Feuerwerken kommen um die Erkenntnis nicht herum: Nein, zeitgemäß sind sie nicht mehr.

Gegen Böller und Knallfrösche gab es jenseits des Klimaschutzes immer schon zusätzliche triftige Argumente.

  • Da wäre die Sicherheit: Die Dinger können Menschen verletzen und Autos, Häuser, Zäune, Hecken und Briefkästen beschädigen.
  • Dann die Sauberkeit: Die Dinger vermüllen Straßen und Vorgärten.
  • Weiter der Lärmschutz: Die Dinger sind sinnlos laut. Und der Tierschutz: Hund und Katze drehen durch vor Angst und Verwirrung, Vögel werden aus der Winterruhe geschreckt, Pferde beunruhigt. Es gibt im Grunde kein vernünftiges Argument für Böller.

Es spricht wirklich viel für ein Verbot. Das wäre auch nicht willkürlich oder bevormundend, sondern gut gerechtfertigt. Selbstverständlich ist Gesundheitsschutz ein Verbotsgrund. Nur: Dieses Mittel ist einer Kommune wie Kiel oder Bad Segeberg nicht gegeben. Dazu müsste der Bund sein Gesetz ändern. Doch es gibt derzeit keine Mehrheit im Bundestag; es ist dort, anders als in Kiel, nicht mal ein Thema.

Vor diesem Hintergrund wird die Stadt Kiel tun, was sie kann: Sie klärt auf, entwirft Alternativen, regt zum Verzicht an und geht mit gutem Beispiel voran. Dabei kann man ihr nur viel Erfolg wünschen. Und vielen Menschen bessere Einsicht.

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