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Meinungen Michael Kluth zur A 21 in Kiel
Mehr Meinungen Michael Kluth zur A 21 in Kiel
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07:59 12.06.2019
Von Michael Kluth
Michael Kluth ist Rathauskorrespondent bei den Kieler Nachrichten. Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Erst seit dem Regierungswechsel 2017 im Land wird Straßenbau dort wieder ernst genommen. Die Stadtverwaltung scheint das ziemlich kalt erwischt zu haben. Ups, eine Autobahn! Immerhin bekennt jetzt auch die Stadt Kiel sich wieder uneingeschränkt zur A 21, jedenfalls die Stadtverwaltung. Die in dieser Sache zerstrittene rot-grün-gelbe Mehrheitskooperation im Rat zögert immer noch.

Und die Stadt setzt neue Prioritäten. Inzwischen ist westlich der Autobahntrasse das Wohngebiet Neumeimersdorf entstanden, und das Gewerbegebiet Meimersdorf-Moorsee ist in Planung. Da erscheint es sinnvoll, dass die Stadt die Nebenverkehre jetzt westlich der A 21 erfassen will und nicht mehr östlich wie ursprünglich geplant.

Aber das Land guckt in die Röhre. Der Landesbetrieb Verkehr hat dann anderthalb Jahre lang umsonst geplant. Kein Wunder, dass der FDP-Verkehrsminister Bernd Buchholz einigermaßen entsetzt ist. Klar ist, dass eine Umplanung die Autobahn und den Anschluss der Wohn- und Gewerbegebiete weiter verzögern wird. Andererseits wird dann die Bundesprojektgesellschaft Deges die Sache schneller in die Hand nehmen. Das sind die, die die A 7 zwischen Bordesholm und Hamburg dreispurig ausgebaut haben. Ups, die machen das!

Es ist ganz dünnes Eis, auf das sich die Grünen begeben. Die Schuldenbremse war für sie bisher eine heilige Kuh – das galt erst recht im neuen Regierungsbündnis mit CDU und FDP und wurde besonders vehement von Finanzministerin Monika Heinold vertreten.

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