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Meinungen Niklas Wieczorek zur Nachhaltigkeit
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12:00 26.06.2019
Von Niklas Wieczorek
Niklas Wieczorek Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Leider zeigt sich schon an den ersten Tagen der Kieler Woche 2019: Die Gretchenfrage "Kann so eine Massenveranstaltung überhaupt nachhaltig sein?" muss immer wieder mit einem Nein beantwortet werden.

Sicher: Das von der Stadt Kiel eingeführte Pfandbechersystem funktioniert verhältnismäßig gut, die Rückgabe läuft meist reibungslos, auch die Papierstrohhalme sind zweckmäßig und sehen nett aus. Die Unkenrufe, man möge doch ein zeitloses Design der Becher wählen, können Stadt und Pfandbetreiber gut kontern – schließlich sind auf jedem Weihnachtsmarkt immer wieder Becher der Vorjahre im Umlauf.

Doch leider reichen Becher und bewachte Radstellplätze schlicht nicht aus. Denn noch immer lässt sich feststellen: Viele Menschen – egal, mit welchem Alkoholpegel – werfen ihren Müll achtlos weg, und schlimmstenfalls landet er in der Förde. Diesbezüglich lässt sich schreiben: Leider findet die Kieler Woche am Wasser statt. Sie trägt zur Verschmutzung unserer Ostsee bei.

Ob an den Ständen ausgegebene Schnapsflaschen oder -gläser, sinnfreies, in Plastikfolie verpacktes Werbematerial, Servietten oder Getränkedosen – am ersten Wochenende konsumierten mehr als eine Million Besucher auf der Kieler Woche, und leider hielt sich weder diese Masse noch einige Veranstalter und Verkäufer an Regeln, die wir uns eigentlich längst selbst auferlegen müssten: Unser Vergnügen darf nicht zulasten der Umwelt und unserer Ostsee gehen.

Zu welcher Veranstaltung sollte diese Erkenntnis besser passen als zur Kieler Woche? Denn im Kern ist sie noch immer eine Wassersportveranstaltung.

Was für ein verheerendes Signal! 2020 nimmt Finanzministerin Monika Heinold 442 Millionen Euro mehr in die Hand als 2019 und räumt ein, dass auch dieser Etat „kein Haushalt knapper Kassen“ sein werde. Zugleich dampft sie den Festbetrag für kommunale Integrationsmaßnahmen um zwölf Millionen ein.

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Augen zu und durch. So lautet die Devise, getreu der eines Steuermanns im Sturm. Die Verteidigungsministerin hat trotz aller Risiken grünes Licht für die Fertigstellung der „Gorch Fock“ gegeben. Im nächsten Jahr soll die Marine ihr Segelschulschiff wiederbekommen.

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Was reitet die CDU? Aus dieser Ecke hat wohl kaum jemand mit einem Vorstoß zu einem – möglicherweise – autofreien Zentrum in Eckernförde gerechnet.

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