Menü
Kieler Nachrichten | Ihre Zeitung aus Kiel
Anmelden
Meinungen Steffen Müller zum Verkehrskonzept
Mehr Meinungen Steffen Müller zum Verkehrskonzept
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
12:00 28.06.2019
Von Steffen Müller
Steffen Müller Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Die Ausrichter würden sich ins eigene Fleisch schneiden, da zu viele Gäste wegbleiben würden. Und was das für einen Rattenschwanz nach sich ziehen würde, wird am Zustand der Einkaufsstadt Kiel deutlich. Weniger Kunden heißt weniger Umsatz, heißt in absehbarer Zeit weniger Händler.

Es ist aber ebenso gefährlich, wenn ein so großes Volksfest trotz freier Zugänglichkeit nur schwer erreichbar ist. Immer wieder ist von Leuten, die nicht in der Innenstadt leben, zu hören, dass sie die Kieler Woche nicht besuchen, weil es keinen Parkplatz gibt. Für das Mobilitätsverhalten dieser Menschen kann man den verantwortlichen Ausrichtern keinen Vorwurf machen. Die Stadt kann nichts dafür, wenn Holtenauer, Ellerbeker oder Kronshagener nicht auf das Angebot des öffentlichen Personennahverkehrs zurückgreifen.

Gute Idee scheitert an Sicherheitsbedenken

Die Stadt kann aber an einem Konzept arbeiten, um den Busverkehr zur Kieler Woche attraktiver zu gestalten. Klar, mit den Sonderfahrplänen hat die KVG schon auf die Mehrbelastung durch steigende Fahrgäste reagiert. Aber reicht das? Wirklich attraktiv ist ein ÖPNV nicht, wenn die Busse permanent im Stau stehen, sich die Kunden nicht auf ausgehängte Abfahrtszeiten verlassen können, da es in den Stoßzeiten regelmäßig zu Verspätungen kommt. Die Idee von separaten Busspuren hat viel Charme, wird aber von Sicherheitsbedenken noch blockiert.

Mut fürs nächste Mammut-Projekt

Mit dem Pfandsystem hat Chef-Planer Philipp Dornberger für diese Kieler Woche bereits ein Mammut-Projekt umgesetzt. Mit einer Verbesserung des Busverkehrs könnte er für 2020 die nächste bedeutende Änderung in Angriff nehmen, wenngleich er hier auf deutlich mehr (finanzielle) Unterstützung angewiesen sein wird. Und wenn schon groß gedacht wird: Wie wäre es mit einem Park-and-Ride-System, das in Kiel bislang ohnehin stiefmütterlich behandelt wird. Mit einem großen Parkplatz außerhalb der Innenstadt würden nicht nur zur Kieler Woche Auto- und Parkprobleme in der City gemildert werden.

Mehr zur Kieler Woche lesen Sie auf unserer Themenseite.

Es liest sich so schnell: 400 Millionen Euro kostet es voraussichtlich, um das Universitätsklinikum Schleswig-Holstein in den nächsten Jahren flottzumachen – mehr noch: es in ein neues Zeitalter zu katapultieren.

Christian Hiersemenzel 27.06.2019

Offene Ganztagsschule in Gettorf und kein Ende: Schon lange ist klar, dass die Betreuung der Schulkinder am Nachmittag nicht lange im ehemaligen Jugendzentrum funktionieren wird.

Cornelia Müller 27.06.2019

Bei der Reform des Landes-Polizeirechts zeichnet sich ein guter Kompromiss ab. Dank der CDU bekommt die Polizei etwa mit dem „finalen Rettungsschuss“ weitere Optionen. Am Ende steht etwas mehr Sicherheit. Dank der Grünen und der FDP bleiben die Pläne etwa für Online-Durchsuchungen im Giftschrank.

27.06.2019