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Meinungen Tamo Schwarz zur Handball-WM
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22:05 23.01.2017
Von Tamo Schwarz
Kiel

Das Tragische ist jedoch, dass der amtierende Europameister nicht an einem schwachen, technisch limitierten Gegner gescheitert ist, sondern an sich selbst. Weil er das Selbstverständnis, das Gefühl der „Bad Boys“ verloren hatte. Und weil der deutsche Handballbund (DHB) bei dieser WM-Mission alles falsch gemacht hat.

Vor einem Jahr bei der Europameisterschaft waren Mannschaft und Trainer eine eingeschworene, bedingungslos füreinander einstehende Gemeinschaft. Dass der DHB den Abschied von Dagur Sigurdsson nach der WM bereits vor den Titelkämpfen öffentlich und die Suche nach einem Nachfolger zu einer medialen Posse machte, war grob fahrlässig. Dass der Bundestrainer ohne einen echten Notfall einen ausgeruhten Führungsspieler aus dem Urlaub holte und dafür anderen Akteuren, die auf ihren Urlaub verzichtet und Vorbereitung sowie Vorrunde absolviert hatten, rüde vor den Kopf stieß, versetzte das so wichtige Karma dieser Mannschaft in Unwucht. Eine Mannschaft, der ein nach einem Trauerfall emotions- und einflussloser Kapitän Uwe Gensheimer keine Impulse verleihen konnte.

Dagur Sigurdsson hat seine Prinzipien verraten, hat nicht erkannt, dass diese Mission so zum Scheitern verurteilt war.

Zivil- oder Katastrophenschutz gehörten im wiedervereinten Deutschland lange zu den Begriffen aus einer vergangenen Zeit. Die Möglichkeit einer großen Katastrophe oder eines kriegerischen Angriffs wurde aus dem Bewusstsein und von der politischen Agenda verdrängt.

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Kleiner will er es nicht haben. Eine zweite „Kieler Woche“ möchte Kiels Oberbürgermeister etablieren, die eine Strahlkraft entwickeln soll, die möglichst über Schleswig-Holstein hinausgeht.

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„Menschenunwürdig“ sei das Ganze. Bürgermeister und Unternehmer von Deutschlands Trauminsel Nummer eins haben mit ihrer Wortwahl hoffnungslos überzogen, um auf ihr aktuelles Problem Nummer eins hinzuweisen.

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