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Meinungen Tamo Schwarz zur Niederlage des THW Kiel in Magdeburg
Mehr Meinungen Tamo Schwarz zur Niederlage des THW Kiel in Magdeburg
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20:06 11.03.2018
Von Tamo Schwarz
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Kiel/Magdeburg

In etwa so etwas wie die Zweite Liga der internationalen Handball-Bühne. Attraktiv klingt anders, das haben EHF-Cup und die Europa League im Fußball gemeinsam, die immer erst dann für Popcorn-Feeling auf dem Sofa sorgt, wenn schon fast wieder alles vorbei ist.

Auf einen Startplatz für eben jenen EHF-Cup hat der THW Kiel momentan sechs Punkte in der Handball-Bundesliga Rückstand. „So what!?“, mögen jetzt einige denken. Schließlich sei es doch ohnehin Anspruch des dreimaligen Champions von Europa, wenn schon im kontinentalen Stelldichein, dann bitte auch in der Champions League an den Start zu gehen. Und wer will schon eine Dauerkarte für Matches gegen Lugi, Nexe, Koper, Cocks kaufen?

Ein Trugschluss. Für die Reputation des deutschen Rekordmeisters wäre es fatal, für eine Saison ganz von der Europakarte zu verschwinden. Und die „Hintertür“, als womöglicher Titelverteidiger doch noch in die Beletage zu schlüpfen, hat sich durch die peinliche Heimrecht-Posse der vergangenen Woche ein ärgerliches Stückchen geschlossen. Also wird der EHF-Cup auch, weil es wichtig ist, Stars und umworbene Talente mit schlagenden, attraktiven Argumenten an die Förde zu locken, zu einem in Kiel ungeahnten Sehnsuchtsort. Lugi, Nexe, Koper, Cocks hin oder her.

Heike Stüben 11.03.2018
Merle Schaack 09.03.2018
Alexander Holzapfel 08.03.2018