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Meinungen Thorsten Geil zum neuen A7-Gewerbepark
Mehr Meinungen Thorsten Geil zum neuen A7-Gewerbepark
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08:55 16.03.2018
Von Thorsten Geil
Thorsten Geil kommentiert die Edeka-Pläne auf dem A7-Gewerbepark. Quelle: pae
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Neumünster

Weil das Kieler Traditionsunternehmen in der Landeshauptstadt einfach kein geeignetes Grundstück fand, um zu wachsen, zog es 2016 von Kiel-Wellsee an die A7 nach Neumünster. Arbeitsplätze weg, Steuereinnahmen weg. Und genau das drohte jetzt auch Neumünster im Falle Edeka Nord. Es ist lange bekannt, dass Edeka sich auf seinem Grundstück im Süden der Stadt nicht mehr erweitern kann und sich nach neuen Flächen umsah. Es wäre nicht die erste Abwanderung gewesen, denn das Edeka-Fleischwerk zog schon 2005 mitsamt der Jobs von Neumünster nach Mecklenburg-Vorpommern um. Für das Filet-Grundstück im neuen Gewerbepark an der A7 hatten Stadtverwaltung und Ratsversammlung eigentlich etwas anderes im Sinn, nämlich eine Fabrikation mit Hunderten von Industrie-Arbeitsplätzen. Als Weltmarktführer Amazon sich vor ein paar Jahren für die Fläche interessierte, maulten die Sozialdemokraten sofort, man wolle hier gefälligst „gute Arbeitsplätze“. VW plant aber zufällig gerade keine neue Autofabrik in Schleswig-Holstein. Ein Weggang der Edeka Nord mit ihren 1100 Arbeitsplätzen wäre eine Katastrophe gewesen – für Neumünster, aber bei einem Umzug über die Landesgrenze sogar für Schleswig-Holstein. Also ist es definitiv die richtige Entscheidung, das Filet an sie zu verkaufen.

Bastian Modrow 16.03.2018
Frank Behling 13.03.2018
Alexander Holzapfel 13.03.2018