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Meinungen Ulf B. Christen zu den Nord-Grünen
Mehr Meinungen Ulf B. Christen zu den Nord-Grünen
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22:05 22.04.2018
Von Ulf Billmayer-Christen
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Völlig ausgeblendet wurde auf dem Parteitag, dass alles auch ganz anders kommen kann. So ist offen, ob Parteichef Robert Habeck den in Berlin nötigen langen Atem und erforderlichen Biss hat, die Öko-Partei neu zu erfinden. Klar ist hingegen, dass ein Habeck in der Hauptstadt für die Nord-Grünen weniger Strahlkraft entfaltet. Bestes Beispiel ist die FDP: Nach dem Wechsel ihres Stars Wolfgang Kubicki in die Bundespolitik rutschten die Nord-Liberalen unter die Zehn-Prozent-Marke.

 In Schleswig-Holstein wachsen die Bäume für die Grünen ohnehin nicht in den Himmel. Die Mutter des Jamaika-Bündnisses, Monika Heinold, ist bereits 59 und hat sich noch nicht festgelegt, ob sie zur Landtagswahl 2022 noch einmal antritt. Umso größer ist das Gewicht, das auf dem neuen Umweltminister Jan Philipp Albrecht lastet. Der 35-jährige Jurist kommt zwar sympathisch rüber, muss aber erst noch beweisen, dass er das Riesen-Ressort mit Landwirtschaft, Umwelt, Natur, Energiewende und Digitalisierung politisch wie organisatorisch führen kann.

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 Kurzum: Die Freude der Grünen über sich selbst könnte schnell in Frust umschlagen.

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