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Meinungen Ulf B. Christen zum Digital-Pakt
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20:00 21.02.2019
Von Ulf Billmayer-Christen
Ulf B. Christen ist Landeshauskorrespondent der Kieler Nachrichten Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Wer heute zur Schule geht, wird in einer digitalen Welt arbeiten und sollte in den Lehranstalten darauf bestmöglich vorbereitet werden. Insofern ist der Digital-Pakt eine wirkliche Investition in die Zukunft.

Um so erschreckender ist das erbitterte Gefeilsche zwischen Bund und Ländern um den bereits vor Jahren angekündigten Pakt. Und um so enttäuschender ist, dass Schüler, Lehrkräfte und Eltern jetzt nochmals Monate wenn nicht Jahre warten müssen, bis Digital-Mittel fließen. Verantwortlich dafür sind Bund und Land. Berlin, weil es den Geldfluss aus Misstrauen gegenüber den Ländern an bürokratische Vorgaben geknüpft hat. Und Kiel, weil die Regierung auf den Formular- und Konzeptwahn schlecht vorbereitet ist.

Schleswig-Holstein hinkt im Bundesvergleich hinterher

Die Freude darüber, dass es – wenn auch langsam – mit der High-Tech-Ausstattung der Schulen vorangeht, wird allerdings davon getrübt, dass Bund und Länder eine Chance vertan haben. Mit dem Pakt wird nämlich auch der Bildungsföderalismus mit 16 unterschiedlichen Schulsystemen festgeschrieben. Dabei hätte eine Zentralisierung der Schulpolitik gerade für kleine, ärmere Länder Vorteile. Schleswig-Holstein hat nach der jüngsten Statistik 2016 weniger Geld in die Schulen gesteckt als fast alle anderen Länder. Leidtragende sind die Schüler, weil sie auch im Wettbewerb um Studienplätze schlechtere Chancen haben als ihre Altersgenossen in Thüringen oder Bayern.

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