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Meinungen Ulf B. Christen zur Kita-Meldepflicht
Mehr Meinungen Ulf B. Christen zur Kita-Meldepflicht
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10:01 23.03.2018
Von Ulf Billmayer-Christen
Ulf B. Christen kommentiert die Kita-Meldepflicht. Quelle: Ulf Dahl
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Kiel

Nicht einmal die Hälfte der Kitas liefert auf freiwilliger Basis den Eltern wichtige Daten über freie Plätze, Öffnungszeiten, Gruppengrößen oder Gebühren. Deshalb ist es nur konsequent, wenn Alheit-Nachfolger Heiner Garg (FDP) die Peitsche herausholt. Alle Kitas müssen ihre Betreuungskarten auf den Tisch legen. Das ist überfällig.

Bei der Zeitplanung hat Garg allerdings der Mut verlassen. Die geplante Einführung der Meldepflicht in gut zwei Jahren kommt zu spät. Die Eltern brauchen so schnell wie möglich einen vollständigen Überblick über das Betreuungsangebot in ihrer Region. Garg müsste dabei nicht mal echten Widerstand fürchten. Die Kommunen und auch die Wohlfahrtsverbände wollen kein digitales Kita-Klein-Klein, sondern eine große flächendeckende Datenbank.

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Von einem echten Kita-Portal würden nicht nur die Eltern profitieren. Die Kommunen könnten die Anmeldedaten für eine bessere Kita-Planung nutzen. Und das Land, das im Zuge der Kita-Reform die Elternbeiträge ab 2020 deckeln will, bekäme wichtige Daten darüber, wie die vielen Zusatzmillionen wirken. Dabei geht es auch um Kontrolle. Das ist legitim, weil eine alte Volksweisheit auch andersherum gilt: Wer die Musik bezahlt, darf sie auch bestellen.

Christian Hiersemenzel 23.03.2018
Ulf Billmayer-Christen 22.03.2018
Niklas Wieczorek 22.03.2018