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Meinungen Ulf B. Christen zur Koalitionsverhandlung
Mehr Meinungen Ulf B. Christen zur Koalitionsverhandlung
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08:53 10.06.2017
Von Ulf Billmayer-Christen
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Der Bau der A20 ist mit dem Elbtunnel-Urteil nur noch eine Frage der Zeit. Und über den Belttunnel, ob sinnvoll oder nicht, wird in Berlin und in Kopenhagen entschieden. Kiel sitzt allenfalls am Katzentisch.

Solche Fakten spielen in den Krisengesprächen derzeit aber nur eine untergeordnete Rolle. Im Vordergrund stehen Grüne, die Probleme mit der Realität haben, und Liberale, die der Öko-Partei einmal so richtig zeigen wollen, wo der Hammer hängt. Hinzu kommen Egomanie, Neid und Eitelkeiten. So wird es nichts mit Jamaika. Grüne und FDP sollten sich am Riemen reißen und den in vielen Punkten ausgedealten Koalitionsvertrag abschließen – oder aber das Projekt ohne weiteres Schmierentheater beenden.

Für den Regisseur Daniel Günther wäre das ein Leberhaken. Der CDU-Politiker hat allerdings Stehvermögen und als Wahlsieger eine zweite Chance. Möglich wäre ein Bündnis mit Grünen und SSW, notfalls eines mit FDP und SSW und im worst case eine Große Koalition. Jedes dieser Bündnisse würde Schleswig-Holstein aber weniger voranbringen als Jamaika. Die Karibik bleibt erste Wahl. Und die Strategen bei Grünen und FDP sollten nicht vergessen, dass Koalitionskiller so unbeliebt sind wie Königsmörder – und in gut 100 Tagen Bundestagswahl ist.

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