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Meinungen Ulf Christen zum Religionsunterricht
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09:52 25.09.2019
Von Ulf Billmayer-Christen
KN-Redakteur Ulf Billmayer-Christen Quelle: Ulf Dahl
Kiel

Vielerorts fehlen Fachlehrkräfte. Das gilt nicht nur für das Nebenfach Religion, sondern etwa auch für das Kernfach Mathematik. Das ist ein Armutszeugnis, aber Alltag.

Religionsunterricht: Einfluss der Kirche überdenken

Die Nordkirche blendet diese Realität aus und ist damit nicht von dieser Welt. Ihr Vorstoß ist zudem äußerst riskant. Zum einen dürften einige fachfremde Lehrkräfte das Handtuch werfen, weil sie eine Mitgliedschaft in der Kirche oder eine theologische Zwangsschulung ablehnen. Genau aus dieser Sorge will das Schulministerium die Entwicklung genau beobachten. Gut so.

Zum anderen dürfte die Nordkirche die Debatte über ihre Sonderrechte im Schulwesen befeuern. Die Kirche darf laut Staatsvertrag letztlich bestimmen, wer die Religionsstunde gibt und wie sie zu gestalten ist, nämlich „in Übereinstimmung mit den Grundsätzen der evangelisch-lutherischen Kirche“. Das wurde vor mehr als 60 Jahren vertraglich geregelt, und zwar mit Blick „auf die Zugehörigkeit des größten Teils der Schüler und Lehrer des Landes zum christlichen Glauben“. Heute sind weniger als die Hälfte der Schleswig-Holsteiner Mitglied der Nordkirche. Es wäre also an der Zeit, den Einfluss der Kirche auf die staatlichen Schulen und die Zukunft des Faches Religion zu überdenken.

 

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Erst wurde der Dorsch knapp, und jetzt geht es dem Hering in der westlichen Ostsee schlecht. Solche Hiobsbotschaften aber täuschen: Die meisten Fischbestände in der Ostsee sind in recht gutem Zustand. Dennoch haben die Fischer ein Problem, weil es ausgerechnet ihren Brotfischen schlecht geht.

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